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Aktuelles

 

Hier finden Sie aktuelle Informationen aus dem Bereich der Medizin- und Bioethik. Der Schwerpunkt liegt dabei auf evangelischen Stellungnahmen zu einzelnen Themen, Gerichtsentscheidungen, Gesetzgebungsverfahren und neuen Gesetzen. Die evangelischen Stellungnahmen zu einzelnen Themen haben wir außerdem systematisiert unter entsprechende Themenfelder im Bereich „Themen“ zum Download erfasst. Bitte sehen Sie dort nach.


 

2018


 

Kirchliche Debatte über § 219a StGB, März 2018

 

Die Ärztin Kristina Hänel wurde am 24.11.2017 wegen Verstoßes gegen § 219a des Strafgesetzbuchs (StGB) zu einer Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro verurteilt, weil sie auf ihrer Praxis-Website über ihr Tätigkeitsspektrum informierte, das auch legale Schwangerschaftsabbrüche umfasst. § 219a StGB verbietet die „Werbung“ für Schwangerschaftsabbrüche. Die Norm ist so umfassend formuliert, dass schon die reine Information über die Bereitschaft zur Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs erfasst ist.
Im Kontext der aktuellen Diskussion um § 219a StGB haben sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Heinrich Bedford-Strohm, und die evangelischen Landeskirchen in Hessen gegen eine Abschaffung des § 219a StGB ausgesprochen. Die Evangelischen Frauen in Deutschland, das Frauenwerk der Nordkirche und der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e. V. plädieren dagegen für die Abschaffung des § 219a StGB.


Download:

⇒    Ratsvorsitzender der EKD: § 219a StGB, 16. Januar 2018
Evangelische Landeskirchen in Hessen: § 219a StGB, 19. Dezember 2017
Die Evangelischen Frauen in Deutschland: § 219a StGB, 19. Februar 2018
Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau: § 219a StGB, Januar 2018
Frauenwerk der Nordkirche: § 219a StGB, 22. Februar 2018

Evangelische Kirche in Hessen und Nassau veröffentlicht Stellungnahme zu „‘Hirntod‘ und Organspende“, 4. Februar 2017

 

Erst einige Monate nach Veröffentlichung hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau den Text „‘Hirntod‘ und Organspende“ vom 4.2.2017 im Internet zur Verfügung gestellt. Er wurde von einer interdisziplinären „Arbeitsgruppe Medizinethik“ erarbeitet, um im Blick auf diese Thematik Hilfestellungen für die Entscheidungshilfe bereitzuhalten. Der Text plädiert u.a. für eine Aktualisierung der Gemeinsamen Erklärung der EKD und DBK von 1990 „Organtransplantationen“ und der darin vorgenommenen Gleichsetzung des Hirntodes mit dem „Tod des Menschen“.


Download:

EKHN: Hirntod‘ und Organspende“, 4. Februar 2017

Deutscher Ethikrat veröffentlicht Stellungnahme "Big Data und Gesundheit - Datensouveränität als informationelle Freiheitsgestaltung", 30. November 2017

 

Der Deutsche Ethikrat hat am 30. November 2017 in seiner Stellungnahme "Big Data und Gesundheit - Datensouveränität als informationelle Freiheitsgestaltung" Empfehlungen veröffentlicht, die eine den Chancen und Risiken von Big Data angemessene verantwortliche informationelle Freiheitsgestaltung im Umgang mit gesundheitsrelevanten Daten ermöglichen sollen. In seiner Stellungnahme kommt der Deutsche Ethikrat zu dem Ergebnis, dass den Herausforderungen mit den Handlungsformen und Schutzmechanismen des traditionellen Datenschutzrechts nur unzureichend begegnet werden kann. Er fordert, dass die Datengeber so umfassend wie möglich über die eigenen Daten bestimmen können, um die individuelle Freiheit und Privatheit zu sichern. Die dazu empfohlenen Maßnahmen sollten zeitnah verwirklicht und finanziert werden.


Download:

⇒      Deutscher Ethikrat: Big Data und Gesundheit - Datensouveränität als informationelle Freiheitsgestaltung, 30. November 2017
Pressemitteilung zur Stellungnahme „Big Data und Gesundheit“, 30. November 2017

Expertengruppe der Leopoldina fordert ein Fortpflanzungsmedizingesetz, 18. Oktober 2017

 

Die Leopoldina veröffentlichte am 18. Oktober 2017 ein Diskussionspapier, in dem 16 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler „Ein Fortpflanzungsmedizingesetz für Deutschland“ fordern, da sie die rechtliche Regelung der Fortpflanzungsmedizin für dringend reformbedürftig erachten. Das Embryonenschutzgesetz von 1990 erfasse nicht die neuesten technischen Entwicklungen und erzeuge dadurch Gerechtigkeitsprobleme und Rechtsunsicherheit für die betroffenen Paare und die behandelnden Ärztinnen und Ärzte. In Österreich und der Schweiz lägen solche Fortpflanzungsmedizingesetze schon vor. Als besonders reformbedürftig werden folgende Punkte gesehen: Die Praxis der IVF, die Eizellspende, die Embryospende, die Leihmutterschaft und die Aufbewahrung von eingefrorenen Eizellen.


Download:

⇒      Leopoldina: Diskussionspapier "Ein Fortpflanzungsgesetz für Deutschland", 18. Oktober 2017
Pressemitteilung: Diskussionspapier "Ein Fortpflanzungsgesetz für Deutschland", 18. Oktober 2017
Letzte Änderung: 14.3.2018 | Impressum | Sitemap
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