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Assistierter Suizid

EKD / DBK
Erklärung der katholischen und evangelischen Kirche zur Entscheidung im Deutschen Bundestag: „Eine Entscheidung für das Leben und für ein Sterben in Würde“,

6. November 2015

Zum Inhalt: Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück, der Ratsvorsitzende der EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und die Präses der Synode der EKD, Irmgard Schwaetzer haben das am 6. November 2015 vom Deutschen Bundestag verabschiedete Gesetz zur Strafbarkeit der geschäftsmäßigen Förderung der Selbsttötung (Bundestags-Drucksache 18/5373) begrüßt. Ihrer Meinung nach schützt das neue Gesetz schwerkranke und ältere Menschen vor einem zunehmenden sozialen Druck, vorzeitig aus dem Leben zu scheiden. Auch Ärzte und Pflegekräfte werden vor der Erwartungshaltung geschützt, im Rahmen der gesundheitlichen Versorgung Suizidassistenz zu leisten.

EKD BERLIN / KOMMISSARIAT DER DEUTSCHEN BISCHÖFE
Stellungnahme des Bevollmächtigten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Leiters des Kommissariats der deutschen Bischöfe zur Suizidbeihilfe,

11. September 2015

Zum Inhalt: Zur Öffentlichen Anhörung des Deutschen Bundestages am 23.9.2015 zu den Gesetzentwürfen zur Suizidbeihilfe haben der Bevollmächtige des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Leiters des Kommissariats der deutschen Bischöfe am 11. September 2015 eine Stellungnahme zu den vier Gesetzentwürfen zur Suizidbeihilfe vorgelegt. Sie konzentriert sich neben Ausführungen zur Sterbebegleitung aus christlicher Perspektive hauptsächlich auf die Bewertung der Gesetzentwürfe aus juristischer Sicht.

EKD / DBK
Stellungnahme von Landesbischof Bedford-Strohm und Kardinal Lehmann zur Suizidbeihilfe

1. Juli 2015

Zum Inhalt: In einer gemeinsamen Stellungnahme zu den bevorstehenden Beratungen im Deutschen Bundestag am 2. Juli 2015 über eine Neuregelung der Suizidbeihilfe sprechen sich die evangelische und katholische Kirche in Deutschland für ein Verbot der organisierten Formen der Beihilfe zur Selbsttötung aus und betonen die Notwendigkeit eines Ausbaus der Palliativ- und Hospizversorgung. Ein Verbot für die Beihilfe zur Selbsttötung müsse für alle Vereine, Organisationen sowie Einzelpersonen, aber auch für Ärzte gelten, die den assistierten Suizid als Behandlungsoption in geschäftsmäßiger Form anbieten.

SI
Sozialwissenschaftliches Institut der EKD: Ergebnisse einer bundesweiten Umfrage zum Sterben,

12. Mai 2015

Zum Inhalt: Das Sozialwissenschaftliche Institut (SI) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat am 15. Mai 2015 eine Studie unter dem Titel „Sterben? Sorgen im Angesicht des Todes“ vorgestellt, die EKD und Diakonie in Auftrag gegeben hatten. Anlass waren verschiedene Befragungen der vergangenen Monate, die zeigten, dass die Mehrheit der Bundesbürger sich für eine Beihilfe zur Selbsttötung ausspreche. Um den Hintergrund dieser Antworten zu verstehen, wurde nach Erwartungen, Erfahrungen und Einstellungen der Menschen zum Thema Tod und Sterben gefragt, die bisher nicht erforscht wurden. Emnid befragte dazu telefonisch 2.052 Menschen ab 18 Jahren. Demnach erwartet eine deutliche Mehrheit der Deutschen (60,8 Prozent), dass die Zahl der Menschen, die ihr Leben vorzeitig beenden wollen, um nicht zur Belastung für die Familie zu werden, durch eine Legalisierung ärztlicher Suizidbeihilfe steigen wird.

EKD
Rat der EKD: Stellungnahme zur Beihilfe zum Suizid,

10. Februar 2015

Zum Inhalt: Der Rat der EKD hat sich in einer Stellungnahme vom Dezember 2014 unter dem Titel „Sterben in Würde - Beihilfe zum Suizid“, die erst jetzt veröffentlicht wird, für ein ausnahmsloses Verbot der organisierten Suizidbeihilfe ausgesprochen. Durch eine Verbesserung der palliativmedizinischen Versorgung und den Ausbau der Hospizarbeit kann Wünschen nach assistiertem Suizid entgegengetreten werden. Entsprechende Anstrengungen sollen auch in den Einrichtungen von Kirche und Diakonie unternommen werden. Der Rat hebt außerdem die Bedeutung menschlicher und seelsorglicher Begleitung aus dem persönlichen Umfeld und aus dem Raum der Kirche hervor.

KURHESSEN-WALDECK
Stellungnahme der Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zur Diskussion um die Beihilfe zur Selbsttötung,

24. April 2015

Zum Inhalt: Die Landessynode der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck hat am 24. April 2015 in einer Stellungnahme zur Beihilfe zur Selbsttötung an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages gewendet. Die Synodalen bitten darum, kommerzielle und geschäftsmäßige Beihilfe zur Selbsttötung zu verbieten und auf weitergehende gesetzliche Regelungen zur Sache zu verzichten.

EKD
Statement von Prälat Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, bei einer fraktionsoffenen Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zur Suizidbeihilfe,

24. September 2014

Zum Inhalt: Prälat Dr. Martin Dutzmann, Bevollmächtigter des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, kommt in einem Statement bei einer fraktionsoffenen Sitzung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 24. September 2014 zu dem Fazit: Die Verbesserung der palliativen und hospizlichen Versorgung darf kein Lippenbekenntnis bleiben und die organisierte bzw. geschäftsmäßige Beihilfe zum Suizid sollte mit geeigneten rechtlichen Mitteln unterbunden werden.

DIAKONIE DEUTSCHLAND
Grenzen des Helfens oder Hilfe an der Grenze? Position der Diakonie Deutschland zur aktuellen Debatte um die Beihilfe zur Selbsttötung (sog. ‚Assistierter Suizid‘)“,

29. September 2014

Zum Inhalt: Die Diakonie Deutschland lehnt in einem am 29. September 2014 veröffentlichten Positionspapier jede Form der organisierten Suizidbeihilfe ab und setzt sich für eine Stärkung der Suizid-Prävention und den Ausbau der Hospiz- und Palliativversorgung ein.

RHEINLAND
Niemand nimmt sich gern das Leben. Seelsorgliche Begleitung im Zusammenhang mit Suizid. Handreichung der Evangelischen Kirche im Rheinland,

Düsseldorf, April 2014

Zum Inhalt: Die Evangelische Kirche im Rheinland stellt in der Handreichung „Niemand nimmt sich gern das Leben“ eine theologische Orientierung zum Suizid und zur seelsorgerlichen Begleitung dar. Pfarrer und Pfarrerinnen werden ermutigt, sich seelsorglich um Menschen zu bemühen, die einen Suizid erwägen. Seelsorge diene dem Leben, halte die Ambivalenz des Betroffenen mit aus und sei bestrebt, einem Todesverlangen entgegen zu wirken. Die Frage des „assistierten Suizids“ wird nur gestreift.

EKD
Erklärung des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur Beihilfe zur Selbsttötung,

19. November 2012

Zum Inhalt: Der Rat der EKD hat am 19. November 2012 eine Erklärung veröffentlicht, in der er auf die Debatte über den „Gesetzesentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ eingeht. Er spricht sich dafür aus, jede Form organisierter Sterbehilfe zu verbieten. Es sei das Ziel evangelischer Bemühungen, Menschen in Grenzsituationen ihres Lebens zu unterstützen und, wenn möglich, von der Selbsttötung abzuhalten.

EKD / DIAKONIE BUNDESVERBAND
Stellungnahme der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und des Diakonie Bundesverbandes zum Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung,

 29. Mai 2012

Zum Inhalt: Mit dem „Gesetzentwurf zur Strafbarkeit der gewerbsmäßigen Förderung der Selbsttötung“ vom 9. März 2012 soll ein neuer Straftatbestand im Strafgesetzbuch geschaffen werden, der die gewerbsmäßige Förderung der Selbsttötung unter Strafe stellt. Die EKD und der Diakonie Bundesverband haben zu diesem Gesetzentwurf im Mai 2012 eine Stellungnahme abgegeben, in dem sie begrüßen, dass mit dem Gesetzentwurf ein gesellschaftlich relevantes Thema erneut aufgegriffen und nach umsetzbaren Möglichkeiten für die Strafverfolgung der kommerzialisierten Suizidbeihilfe gesucht wird. Sie regen jedoch an, vom Merkmal der Gewerbsmäßigkeit Abstand zu nehmen und stattdessen weitergehend jegliche organisierte Sterbehilfe unter Strafe zu stellen.

GEKE
A time to live and a time to die. Orientierungshilfe der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) zu Fragen am Lebensende.

Wien, 16. Mai 2011

Zum Inhalt: Der Text bietet eine Orientierungshilfe zur medizinischen Sterbehilfe und zur Beihilfe zum Suizid. Die Studie ist das Ergebnis eines intensiven Konsultationsprozesses der 105 GEKE-Kirchen in 30 Ländern. Der Text setzt sich für den Schutz der Menschenrechte von Sterbenden und Sterbenskranken ein. Dies schließt das Recht auf ein Leben bis zum Ende und das Recht auf einen Behandlungsverzicht ein. Er wendet sich gegen eine theologisch-ethische Rechtfertigung von Sterbehilfe und Beihilfe zur Selbsttötung. Außerdem betont er die Notwendigkeit, die sozialen, medizinischen und pflegerischen Rahmenbedingungen für ein würdiges Leben und Sterben zu verbessern.
Am 25. August 2011 wurde der Text in deutscher Sprache „Leben hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit“ veröffentlicht.

EKD / DBK
Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe.

Eine Sammlung kirchlicher Texte, hrsg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz und dem Kirchenamt der EKD, 2., erw. Aufl., Gemeinsame Texte 17, Bonn / Hannover 2011.

Zum Inhalt: Bereits im Jahr 2003 ist die Textsammlung „Sterbebegleitung statt aktiver Sterbehilfe“ (Gemeinsame Texte 17) erschienen und enthielt Texte unterschiedlicher Genres und Autoren. In den letzten Jahren hat die Diskussion um Sterbehilfe und Sterbebegleitung an Schärfe zugenommen, so dass eine erweiterte 2. Auflage nötig wurde. Es ist ein Anliegen dieser überarbeiteten Neuauflage, die Haltung der Kirchen deutlich zu dokumentieren und auf die Kontinuität in den kirchlichen Verlautbarungen zu diesem Thema hinzuweisen: Die sog. Aktive Sterbehilfe ist als gezielte Tötung eines Menschen in seiner letzten Lebensphase ethisch nicht vertretbar, auch wenn sie auf seinen ausdrücklichen Wunsch hin erfolgt.

EKD / DBK / ACK
Christliche Patientenvorsorge durch Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung, Behandlungswünsche und Patientenverfügung,

Handreichung und Formular, 2011

Zum Inhalt: Die Handreichung und das Formular der neuen „Christlichen Patientenvorsorge“ treten als kirchliches Angebot an die Stelle der bisherigen „Christlichen Patientenverfügung“ von 1999 und 2003. Aufgrund der veränderten Gesetzeslage in der Bundesrepublik Deutschland seit September 2009 war eine Neukonzeption nötig geworden. Das Dokument wurde gemeinsam von der Deutschen Bischofskonferenz und vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in Zusammenarbeit mit zahlreichen Mitglieds- und Gastkirchen der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) erarbeitet.

EKD
Wenn Menschen sterben wollen.

Eine Orientierungshilfe zum Problem der ärztlichen Beihilfe zur Selbsttötung. Ein Beitrag des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, EKD-Texte 97, 2008

Zum Inhalt: Der Beitrag des Rates des EKD kommt nach Prüfung von ethischen, theologischen, rechtlichen, medizinischen und standesethischen Argumenten zu drei Ergebnissen: Er verwirft klar eine rechtliche Einschränkung der Garantenpflicht des Arztes. Er lehnt sodann die Möglichkeit einer Verankerung der ärztlichen Beihilfe zum Suizid im Recht ab, und regt ferner an, politisch auf das Verbot der geschäftsmäßigen Vermittlung von Gelegenheiten zur Selbsttötung und damit auf ein Verbot von kommerziellen Sterbehilfeorganisationen nach Schweizer Muster hinzuwirken.
Letzte Änderung: 7.9.2017 | Impressum | Sitemap
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