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2018

EKD und OBKD veröffentlichen Handreichung zur Seelsorge an Sterbenden, 5. Juli 2018

 

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) und die Orthodoxe Bischofskonferenz in Deutschland (OBKD) haben eine gemeinsame Handreichung zur Seelsorge an Sterbenden und ihren Angehörigen unter dem Titel "...damit ihr nicht traurig seid. Christlicher Umgang mit Sterben und Tod" am 5. Juli 2018 veröffentlicht. Die Handreichung gibt Empfehlungen und Hinweise für gemeinsames seelsorgerliches Handeln. Sie richtet sich an Sterbende, deren Angehörige und an alle, die sie begleiten. Neben der seelsorgerlichen Praxis beider Kirchen setzt sich die gemeinsame Handreichung auch mit medizinethischen Herausforderungen wie der Organtransplantation und neuen Entwicklungen der Bestattungsformen auseinander.


Download:

⇒    EKD / OBKD Handreichung: Christlicher Umgang mit Sterben und Tod, Juli 2018

Öffentliche Anhörung im Rechtsausschuss zu § 219a StGB, 27. Juni 2018

 

Nachdem die Fraktionen der FDP, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN drei Gesetzentwürfe zu § 219a StGB für die erste Lesung am 22.2.2018 vorgelegt hatten, hatte der Bundestag sie zur weiteren Beratung an den Rechtsausschuss überwiesen. Am 27. Juni 2018 fand eine öffentliche Anhörung im Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz des Bundestags zu den Gesetzentwürfen mit mehreren Sachverständigen statt. Während der Gesetzentwurf der FDP-Fraktion eine „Einschränkung des Verbots der Werbung für Schwangerschaftsabbrüche“ vorsieht, wollen  BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE den Straftatbestand der „Werbung für den Schwangerschaftsabbruch“ aufheben. Die SPD hatte sich mit der CDU/CSU-Fraktion im März darauf verständigt, dass das Bundesjustizministerium einen Kompromissvorschlag zur Reform des Paragraphen erarbeiten soll, der aber noch nicht vorliegt.


Download:

⇒    FPD: Gesetzentwurf BT-Drucksache 19/820 - Einschränkung des Verbots der Werbung für Schwangerschaftsabbrüche
DIE LINKE: Gesetzentwurf BT-Drucksache 19/93 - Aufhebung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Gesetzentwurf BT-Drucksache 19/630 - Aufhebung von § 219a StGB
Stellungnahmen der Sachverständigen zu § 219a StGB, 27.6.2018

Kirchliche Debatte über § 219a StGB, März - Juni 2018

 

Die Ärztin Kristina Hänel wurde am 24.11.2017 wegen Verstoßes gegen § 219a des Strafgesetzbuchs (StGB) zu einer Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro verurteilt, weil sie auf ihrer Praxis-Website über ihr Tätigkeitsspektrum informierte, das auch legale Schwangerschaftsabbrüche umfasst. § 219a StGB verbietet die „Werbung“ für Schwangerschaftsabbrüche. Die Norm ist so umfassend formuliert, dass schon die reine Information über die Bereitschaft zur Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs erfasst ist.
Im Kontext der aktuellen Diskussion um § 219a StGB haben sich der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Heinrich Bedford-Strohm, und die evangelischen Landeskirchen in Hessen gegen eine Abschaffung des § 219a StGB ausgesprochen. Die Evangelischen Frauen in Deutschland, das Frauenwerk der Nordkirche und der Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau e. V. plädieren dagegen für die Abschaffung des § 219a StGB. Das Anliegen, den Informationszugang über die Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen zu verbessern, ohne § 291a StGB zu ändern oder aufzuheben, wird vom Bevollmächtigten des Rates der EKD bei der Bundesregierung Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Martin Dutzmann (siehe Herder Korrespondenz 6/2018, S. 25ff), und der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen präferiert: Dazu bedürfe es einer gesetzlichen Regelung, die die Länder verpflichtet, in angemessener Weise über Einrichtungen zu informieren, die Schwangerschaftsabbrüche durchführen.


Download:

⇒    Ratsvorsitzender der EKD: § 219a StGB, 16. Januar 2018
Evangelische Landeskirchen in Hessen: § 219a StGB, 19. Dezember 2017
Die Evangelischen Frauen in Deutschland: § 219a StGB, 19. Februar 2018
Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau: § 219a StGB, Januar 2018
Frauenwerk der Nordkirche: § 219a StGB, 22. Februar 2018
Konföderation ev. Kirchen in Niedersachsen: Stellungnahme zum § 219a StGB, 17. Mai 2018
Letzte Änderung: 10.7.2018 | Impressum | Sitemap
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